Ausbildungsvergütung Bundeswehr

Ausbildungsvergütung Bundeswehr

Alle Auszubildenden bei der Bundeswehr profitieren ähnlich wie Beamte von den guten Leistungen der Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes. Du erhältst somit ab dem ersten Ausbildungsjahr ein nach Ausbildungsjahren gestaffeltes Ausbildungsentgelt (Ausbildungsvergütung), eine Jahressonderzahlung (13tes Gehalt oder ähnliches) und vermögenswirksame Leistungen. Diese richten sich nach dem geltenden Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes.

Das monatliche Ausbildungsentgelt beträgt bei der Bundeswehr seit dem 1. März 2014 – alle Angaben sind brutto:

  • Erstes Ausbildungsjahr 833,26 EURO
  • Zweites Ausbildungsjahr 883,20 EURO
  • Drittes Ausbildungsjahr 929,02 EURO
  • Viertes Ausbildungsjahr 992,59 EURO

Beachte bitte, dass diese Angaben sich von Jahr zu Jahr unterscheiden können. Aber du hast so einen guten Anhaltspunkt über die Höhe der Ausbildungsvergütung Bundeswehr. Mehr zu der Frage „Netto oder Brutto?“ findest du weiter unten.

Hier findest du ein PDF zum Download der genauen Ausbildungsvergütung!

Urlaubsanspruch

Neben der Ausbildungsvergütung, gewährt die Bundeswehr den Azubis natürlich auch Urlaub. Auch der Erholungsurlaub richtet sich nach dem geltenden Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes und beträgt zurzeit 28 Tage. Schwerbehinderte haben ferner noch Anspruch auf Zusatzurlaub.

Achte darauf, dass du deinen Urlaub immer schon früh planst. Auch die Berufsschule musst du einrechnen. Denn wenn du Schule hast, kannst du leider keinen Urlaub nehmen.

Familienheimfahrten

Gehalt Bundeswehr

Ausbildungsvergütung Bundeswehr: Was bleibt im Sparschwein übrig?

Azubis, die nicht zu Hause wohnen können, weil die Entfernung zwischen Heimatort und Ausbildungsstätte zu weit ist, haben einmal im Monat Anspruch auf eine sogenannte „Familienheimfahrt“. Mit dem Reisekostenzuschuss nach dem geltenden Tarifvertrag
für Auszubildende des öffentlichen Dienstes unterstützt die Bundeswehr sie, damit sie engen Kontakt zur Familie und zur Heimat behalten. So kümmert sich die Bundeswehr neben der Ausbildungsvergütung auch um die Familienzusammenführung.

Ausbildungsvergütung Bundeswehr – Brutto / Netto

Deine Ausbildungsvergütung bei der Bundeswehr wird in Brutto angegeben. Das bedeutet „gesamt“ also vor Abzug von Steuern. Was nach Abzug von Steuern übrig bleibt ist „netto“. „Netto“ ist also der Betrag, der dir am Ende eines jeden Monats als Azubi bei der Bundeswehr überwiesen wird.
In diesem Video findest du noch ein paar interessante Facts über die Ausbildungsvergütung. Wirf einfach mal einen Blick rein – ist interessant:

Ausbildungsvergütung Bundeswehr und andere Arbeitgeber

Generell ist die Ausbildungsvergütung Bundeswehr sehr hoch. Im Vergleich zu anderen Betrieben bist du als quasi Angestellter des öffentlichen Dienstes sehr viel besser gestellt als andere Azubis. Und jetzt noch ein paar interessante Infos zur Geschichte der Ausbildungsvergütung:

Mit der Entstehung der Zünfte im 11. bis 14. Jahrhundert bildete sich in Deutschland die Lehre als Form der damaligen Berufsausbildung heraus. Vor allem Handwerksbetriebe bildeten damals Lehrlinge aus und begannen diese ein Lehrgeld zu zahlen: der Azubi erhielt jedoch keine Ausbildungsvergütung wie heute in Geldform, sondern Unterkunft und Verpflegung gestellt. Im Gegenzug war die Familie des Lehrlings wiederum verpflichtet, dem Meister ein Lehrgeld zu zahlen. Quasi als Dankeschön, dass der Sohn (oder die Tochter) eine gute Ausbildung erhält und später die Familie ernähren kann. Unabhängig von der Auflösung der Zünfte 1811 in Deutschland wurde diese Tradition fortgeführt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es normal, dass auf ein Lehrgeld verzichtet wurde. Mit der Verabschiedung des Berufsbildungsgesetzes im Jahr 1969 wurde die Zahlung einer Ausbildungsvergütung gesetzliche Pflicht. Selbstverständlich wird daher auch von der Bundeswehr eine Ausbildungsvergütung gezahlt.
Mehr zum Thema Ausbildungsvergütung Bundeswehr und Sold findest du direkt bei der Bundeswehr.

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