Bundeswehr hilft bei der Evakuierung Deutscher aus dem Südusdan

Donnerstag – 17.07.2016 Der Konflikt im jüngsten Land der Welt, dem Südsudan, scheint weiter zu eskalieren und sich zu einem neuen Bürgerkrieg auszuweiten. Die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Juba wurde dabei nun mit Hilfe der Bundeswehr vollkommen evakuiert. Die Bundeswehr hat dabei etwa alle 100 Deutschen, die sich im Land aufhielten in Sicherheit gebracht. Vier Transall-Flüge unter anderem mit Ziel Entebbe in Uganda wurden für die Evakuierungsmission eingesetzt.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin dazu: „Damit ist die Evakuierung deutscher Staatsangehöriger aus dem Südsudan abgeschlossen.“ Im Land befanden sich knapp 100 Diplomaten und Entwicklungshelfer.

Bundeswehr evakuiert auch andere Staatsbürger

Neben den deutschen Staatsbürgern hat die Bundeswehr auch knapp 100 Angehöriger anderer Nationen in Sicherheit gebracht. Jedem Transallflug seien dazu rund 50 Passagiere zusätzlich zu den Deutschen aufgenommen worden.

Bundeswehr bleibt im Land

Im Südsudan bleiben 23 Militärbeobachter der Bundeswehr zurück. In der Hauptstadt Juba halten sich 15 auf im Rest des Landes 8 weitere. Sie haben die Aufgabe die Lage weiter zu beobachten und unter anderem der UN zu berichten. Auch über eine Wiedereröffnung der deutschen Botschaft in Juba wird hier die Entscheidung gefällt.

Hintergrund Südsudan

Die jüngste Nation der Welt gibt es erst seit 5 Jahren. Kurz vor dem Jahrestag waren letzten Freitag heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und ehemaligen Rebellen ausgebrochen. In der Hauptstadt wurden dabei knapp 200 Menschen getötet, so Beobachter der Bundeswehr. 2013 war in dem afrikanischen Land ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Mehrere zehntausend Menschen wurden dabei getötet, über 2,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Mittlerweile scheint sich die Lage in der Hauptstadt beruhigt zu haben – Märkte und Läden waren in der Hauptstadt wieder geöffnet.
Mehr zur Entwicklung im Südsudan auf der Seite des Auswärtigen Amtes.