Reservistenverband offen für Ausländer in der Bundeswehr

Wir haben schon an anderer Stelle darüber berichtet: das neue Weißbuch aus dem Weißbuch der Bundesregierung zur Sicherheitspolitik macht öffentlich, dass die Bundesregierung plant, die Bundeswehr auch für EU-Ausländer zu öffnen. Kritik kam hier von Seiten des Bundeswehrverbands auf.

Nun hat sich der Reservistenverband dazu geäußert: “Warum sollten wir jemanden, der sich bewusst für den Dienst in der Bundeswehr entscheidet, grundsätzlich abweisen?”, sagte der stellvertretende Verbandspräsident Karl-Heinz Brunner. “Die Verpflichtung nichtdeutscher Staatsbürger brächte für eine Parlamentsarmee wie die Bundeswehr Schwierigkeiten mit sich, die wir diskutieren müssen”, räumte Brunner ein. “Ausschließen sollten wir es dennoch nicht.”
Er sieht hier also einen großen Vorteil und spricht davon, dass die Entscheidung auch positive Effekte haben kann.

Reservistenverband hat mehr als 100.000 Mitglieder

Das neue Weißbuch der Bundesregierung zur Sicherheitspolitik plädiert dafür, die Bundeswehr für EU-Ausländer zu öffnen. Der Reservistenverband vertritt rund 110.000 freiwillige ehemalige Angehörige der Bundeswehr und ist somit ein mächtiges Sprachrohr.

Der Verband wurde 1960 gegründet und führt im Auftrag des deutschen Bundestages freiwillige Reservistenarbeit für alle Reservisten durch.